Unfassbar, was für ein Tag: Die Sonne erreichte gerade mal ihren winterlichen Zenith, und ich habe schon wieder zwei Irre auf dem Desk.
Der eine, ansonsten als Verfasser von seriösen Wirtschaftsanalysen in den großen Wirtschaftsblättern dieses Landes kein Unbekannter, entpuppt sich in einem Fax als hochgradiger Fäkalerotiker, der die Banalität des Bäh!!!s folgendermaßen resümiert (ich erspare dem Leser jetzt mal die tieferen Details, besser so, glaubt mir!):
“Es bleibt das Drama unserer Existenz.”
Der andere klagt mir sein Leid, er habe schon mehrfach Zeitungen und Zeitschriften für eine Rezension seines Schrott-Werks (im Selbstverlag) eine finanzielle Beteiligung angeboten, aber komischerweise lasse sich niemand auf diesen “Marketing-Deal” ein. Er hat seinem Fax auch gleich eine Pressemitteilung begefügt (“Neues Buch sorgt für Mißmut”), in dem er einen (noch stattzufindenden) Skandal beschreibt, der – mindestens! – den Karikaturenstreit übertrumpfen soll.
Für faule Journalisten gleich der Zusatz:
“Diese Pressemitteilung finden Sie für “copy & Paste” auf www.xxxxxx.de”
Ich war neugierig, und hab den Mann dann mal gegoogelt.
Sehr geil! Der Mann ist eine Art Uwe Wöllner-Zwilling. Und zwar so gut, dass ich den Ulmen schon im Verdacht hatte, dass der dahinter steckt. Auf Youtube findet sich eine Autorenlesung von dem Mann, in der er in Wort und Bild aus seinem Wort vorträgt.
(Man beachte die komischen Postits an der Wand!)
Aber seht selbst (Es geht übrigens um Schlüpfrigkeiten im Koran und in der Bibel):
Tags: schlimme autoren, uwe wöllner